: “Public Enemies” oder: Kauft euch ein Stativ!
Eigentlich bin ich ein Fan von Filmen von Michael Mann. “Heat” habe ich unzählige Male gesehen, “Collateral” und “Miami Vice” fand ich auf ihre Weise toll, und auch “Operation Kingdom” (bei dem Mann Produzent war) fand ich eindrucksvoll.
Sein neuestes Werk “Public Enemies” ist ebenfalls klasse - bzw. wäre klasse, wenn in diesem Film nicht so viel mit handgehaltenen Kameras rumgeschlenkert würde. Richtig tolle Szenen sehen aus wie Grütze, weil die Kamera zittert wie ein Lämmerschwanz. Einige Kinobesucher waren nach dem Film seekrank.
Dafür sind die Schießereien mindestens genauso gut wie bei “Heat” in Szene gesetzt. Und auch andere Momente werden dem geneigten Kinobesucher direkt an “Heat” erinnern.
Und wie üblich ist die Musikauswahl und der Ton klasse.
Eine witzige Anekdote: In Deutschland wird Johnny Depp wie auch Christian Bale normalerweise von David Nathan synchronisiert. In diesem Film wurde dann Bales Part von einem anderen Sprecher übernommen… da muss man sich erstmal dran gewöhnen.
Fazit: Doch eher was für Fans - wer “Miami Vice” noch mochte, sollte sich hier ganz knapp zuhause fühlen. Auf jeden Fall ist es nicht so eine Charakterstudie wie “Heat” - die beiden Opponenten sind mir jedenfalls nicht so wirklich ans Herz gewachsen.