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: Der erste Eindruck zählt

Wie benimmt man sich eigentlich korrekt, wenn man an einer Luftschlacht teilnehmen möchte? Wichtig ist vor allen Dingen die Eröffnung. Um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und nicht aus Versehen einen fatalen Ausrutscher hinzulegen, können folgende Spielregeln sehr nützlich sein.

First engage nearest enemy, then switch to farest enemy, coming up behind them

Luftschlachten des zweiten Weltkriegs beginnen meist in der Ausgangslage, dass beide Seiten in dichten Rudeln direkt aufeinander zufliegen, sehr ähnlich mittelalterlichen Rittern beim Tjosten. Aber genau wie beim Tjosten kommt es nun auf Kleinigkeiten an, um nicht direkt beim ersten Zusammentreffen den Löffel abzugeben.

  1. In dem Rudel feindlicher Jäger sucht man sich zunächst den Jäger, der einem am nächsten ist. Sobald dieser in Waffenreichweite ist, beginnt man mit dem höflichen Austausch von klein- und großkalibrigen Nettigkeiten.
  2. Je nach Temperament des Kontrahenten wird dieser irgendwann genervt abdrehen. Daraufhin sucht man sich jetzt aus Mangel an Zeit für weitere Heldentaten flugs den Gegner, der jetzt am weitesten von einem entfernt ist. Auch diesem sendet man ein paar Grüße aus der eigenen Bordbewaffnung.
  3. Noch bevor dieser Gegenspieler die Nase voll hat und abdreht, muss man die Ausweichrichtung des Gegners voraussehen. Idealerweise (und in vielen Fällen) ist dies die Richtung, die auch schon seine Kollegen genommen haben. Nun beginnt man also (je nach Geschwindigkeit und Entfernung der Teilnehmer) mit einer gewagten Kurve, um sich bereits in die Ausgangsposition für einen Angriff auf die an einen vorbeiziehenden Flieger zu bringen - direkt von hinten.

Die beschriebene Taktik kann tatsächlich bedeuten, dass man bereits mit der Kurve beginnt, während der Gegner noch direkt auf den eigenen Flieger zusteuert. Wenn das Timing klappt, sitzt man damit direkt nach der Eröffnung hinter den Kontrahenten und attackiert sie von ihrer verwundbarsten Seite.

Gerade in Spielen wie “Skies of Glory” fällt ein Fehlen von Etikette nicht nur auf, es sorgt auch auf Seiten der Kontrahenten für eher langweile Auseinandersetzungen. Das ist ein bisschen so wie beim Schach: Während die eine Seite eine kunstvolle Eröffnung plant, zieht der andere sofort seine Dame los und versucht mit stumpfer Gewalt, die Gegenseite zu besiegen. Das geht nicht nur in die Hose, sondern vermindert für beide Seiten drastisch den Spielspaß. Bei Fliegerei geht es nicht zuletzt um Form und Stil.

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