: Gran Torino - Altern in Würde und mit einem M1911
Der Film “Gran Torino” von und mit Clint Eastwood ist was für’s Herz. Ich kann mich jedenfalls kaum an einen Film erinnern, bei dem im Kino soviel gelacht und geweint wurde.
Das ganze dreht sich um einen alten, verbiesterten Kriegsveteranen namens Walt Kowalski, der als letzter Außenposten der amerikanischen Kultur mitten in einer ethnisch reichlich durchmischten Nachbarschaft in den USA wohnt. Clint Eastwood spielt diesen kauzigen, granteligen Menschen (ich empfehle den Originalton), der wider Willen zum Helden seiner ungeliebten Nachbarn wird.
Man muss einfach lachen, wie Kowalski sich durch Leben flucht und allen Menschen in seiner Umgebung auf den Wecker fällt. Das ganze wird durch die Eastwoodsche Mimik unterlegt (legendär: der verzogene Mundwinkel) - fertig ist ein unterhaltsamer Anspruchsfilm, der sogar am Ende mit einer Moral aufwartet. Und außerdem wartet der Film mit echten Charaketeren auf, mit denen man einfach mitfühlt - hier gibt es keine Charaketere von der Stange.
Mir fallen da im Moment keine vergleichbaren Filme ein, deswegen gebe ich einfach auf blauen Dunst die Empfehlung, sich diesen Film anzusehen.