: “Crank 2” bzw.: Was massives Marketing über einen Film aussagt
Ich gebe es zu: Ab und an mag ich auch hirnlose Filme. Und bisher waren Filme mit Jason Statham immer dafür berühmt, nicht unbedingt im klassischen Sinne gut, aber unterhaltsam zu sein.
Bei “Crank 2” fiel dann aber doch auf, dass im Vorfeld verdächtig viel Marketing betrieben wurde. So sendete u.a. RTL2 nicht nur den ersten Teil von Crank direkt vor der Deutschlandpremiere, sondern mitten in einem der Werbeblöcke darin auch noch den Trailer - und danach das Making-of zu Crank 2. Das übrigens die Tage nochmals wiederholt wurde.
Das letzte Mal, als so viel Marketing betrieben wurde, bin ich in “Die Chroniken von Narnia” gelockt worden (das Publikum meuterte später im Saal, die Hälfte ging zur Halbzeit; es wurde dank Bier und ironischer Zwischenrufe dann doch noch ganz lustig). Bei “Wanted” sind wir damals schon von vorne herein mit geringen Erwartungen hineingegangen - gelacht haben wir vor allen Dingen wegen der beiden Mädels, die erst nach fünf Minuten mitbekommen haben, dass sie nicht im ABBA-Film saßen.
“Crank 2” ist ein bisschen zu viel des Guten. Wirklich sinnlose Gewalt (zum Vergleich: “Pulp Fiction” enthält nur sinnvolle Gewalt), sinnlose Sexszenen (zum Vergleich: “Species” enthält nur sinnvolle Sexszenen) und eine Story, die wir bereits aus dem ersten Teil kannten, jetzt nur noch viel hanebüchener… der ganze Film wirkt, als wäre er im Vollrausch produziert worden.
Selbst wer “Crank” mochte, kann sich “Crank 2” eigentlich sparen.